Das LG Class: Edellook zum Jubelpreis?

Dass LG längst nicht mehr in die Reihe der Preiswert-Smartphone-Produzenten einzuteilen ist, hat der Konzern aus Fernost bereits mit einigen Modellen aus der G-Serie unter Beweis gestellt. Zwar werden die früheren Optimus-Geräte weiterhin produziert, machen mittlerweile jedoch nur noch einen nebensächlichen Bestandteil des LG-Handy-Imperiums aus. So hat der Hersteller mit dem „Class“ beispielsweise ein komplett neues Konzept aufgegriffen: Für nicht einmal 250 Euro soll dem Kunden eine solide Technik in einem besonders ansehnlichen und auch noch besonders robusten Metallgehäuse geboten werden. Was hinter dem Edeldesign des LG Class steckt, für wen sich das Modell lohnen könnte, und worauf beim Kauf geachtet werden sollte, erläutern die folgenden Zeilen.

Das Design unter der Lupe

Da LG bei seinem Class insbesondere mit dessen Außenleben wirbt, erscheint zunächst ein gründlicher Check des neuen Smartphones in puncto Design, Verarbeitung und Handling als angemessen. Summa summarum kann das LG Class in all diesen Untersuchungskriterien durchaus überzeugen, doch erstklassig fallen die Ergebnisse leider nicht aus. So stimmt es zwar, dass das Edel-Smartphone gut in der Hand liegt, denn die leicht abgerundeten Kanten, das geschliffene Aluminium und das Gewicht von gut 150 Gramm sprechen wirklich für die Handhabung des Class. Hinzu kommt, dass LG das Display mit einem zusätzlichen Schutzglas versehen hat, welches minimal gekrümmt wurde und sich beim Telefonieren angenehm an die Wange schmiegt. Zudem befindet sich zwischen Display und Metallrahmen nahezu kein Rand, denn mit einer Breite von nicht einmal 1 Millimeter ist kaum Raum zwischen Bildschirm und Kantenverkleidung gegeben. Zudem beeindruckt die Gerätetiefe mit einem Wert von gut 7 Millimetern! Einen dicken Punktabzug gibt es jedoch für den Kamerabuckel: 3 Millimeter steht die Ausbuchtung für die Kameralinse aus dem ansonsten so gelungenen Aluminiumleben hervor! Dies kann nicht nur bei der Benutzung stören, sondern auch für regelrechte Rutschpartien sorgen. Denn sobald das Handy mit dem Rücken auf eine ebene Fläche abgelegt und dessen Bildschirm am Rand berührt wird, kippt es schnell zur Seite!

Die optische Hardware

Unter optischer Hardware sind technische Partien, die sich mit der Auf- und Wiedergabe von grafischen Elementen, sprich Bildern und Videos, beschäftigen, zu verstehen. Dies wären auch beim LG Class der Bildschirm und die Kamera(s). Letzteres Doppelpack kommt in Auflösungsraten von 13 (Hauptkamera) und 8 Megapixel (Frontkamera) daher und bietet ein solides Grundpaket, kann aufgrund eines etwas geringen Farbraums und einer leichten Unschärfe jedoch nicht mit den Linsen der brandneuen Konkurrenz Schritt halten. Immerhin: Im HDR-Modus leuchten beide Kameras sehr gut dunklere Stellen aus und Videos dürfen in Full-HD-Qualität festgehalten werden. Zum Bildschirm bleibt nur so viel zu sagen, als dass dieser mit 5 Zoll weder zu groß noch zu klein ausfällt und mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixel ein sehr klares Bild abliefert. Unter direktem Einfall von Sonnenlicht ist die Anzeige jedoch nur schwer zu erkennen, kann dafür aber mit einer hervorragenden Gesteninterpretation dienen.

Die inneren Werte

Tief im Inneren hat das LG Class noch eine ganze Reihe typischer Mittelklasse-Hardware zu bieten. Angesichts eines Snapdragon 410 Prozessors (4 x 1,2 GHz) und einem 1,5 GB großen Arbeitsspeicher beispielsweise ist ein flottes Betriebstempo gewährleistet und dank einer separaten Grafikeinheit huschen sogar aktuelle Spiele einigermaßen flüssig über den Bildschirm. Ähnlich wie bei der Kamerawertung können CPU und GPU jedoch nicht mit der Ausstattung der brandneuesten Spitzenmodelle aus den Häusern Apple & Co. gleichziehen. Pluspunkte verdient sich das Class wiederum für den Speicherkartenschacht, über den sich der 16 GB große interne Speicher um weitere 128 GB ausbauen lässt! Und: Der (fest verbaute) Akku kommt mit einer Leistung von 2.050 mAh daher, was eine Laufzeit von rund acht Stunden ausmacht.

Fazit und Nutzungsempfehlung

Mit dem Class ist LG ein wirklich ansehnlicher und im Grunde auch handlicher Kommunikationsexperte gelungen, doch die völlig fehlplatzierte Kameratechnik hebelt den Designfaktor teilweise wieder aus. Immerhin zeigt sich das Class sehr robust und zeigt sich auch technisch gesehen auf einem Level mit dem Gros der Smartphone-Branche. Mit einem Preis von gut 250 Euro verlangt LG zudem nicht allzu viel für sein Aluminiumdebüt, doch wer zu einem Vertrag greifen sollte, darf von einem entscheidenden Vorteil des LG Class profitieren: Per LTE geht das Smartphone mit Übertragungsraten von bis zu 150 MB/s ans Netz! Da diese Turbo-Daten-Technik allerdings nur bei der Deutschen Telekom und bei Vodafone zu haben sind, muss für diesen Internetspaß zwangsläufig ein Vertrag abgeschlossen werden. Wie sich ein einigermaßen günstiger Handyvertrag finden lässt, offenbart der Tarifrechner.

Eingestellt am: 07.01.2016

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