Kleines Nischenhandy für große Sparfüchse

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(Sony Mobile Communications Inc.)

Mit dem Z1 lieferte Sony bereits vor einer ganzen Weile ein ansehnliches und nach wie vor beliebtes Smartphone, das sich vor allem aufgrund seiner Resistenz vor Wasser und Staub jeglicher Arten behaupten kann. Neben dem japanischen Z1 ist seit Kurzem allerdings ein weiteres Modell mit ebendieser Bezeichnung auf dem hiesigen Smartphone-Markt zu finden: Der chinesische Handyneuling ZUK will mit seinem gleichnamigen Modell alle preisorientierten Käufer mit gehobeneren Ansprüchen überzeugen. Ein interessantes Konzept also, dass ZUK mit seinem Smartphone-Debüt verfolgt, doch ob das ZUK Z1 hält, was es verspricht, kann erst der Praxistest zeigen.

Design und Verarbeitung

Rein äußerlich betrachtet reiht sich das ZUK Z1 mehr oder weniger nahtlos in die Palette aktueller Smartphones ein, was sich weder als Vor- noch als Nachteil auffassen lässt. Mit Ausmaßen von 155,7 x 77,3 x 8,9 Millimetern liegt das Modell zumindest recht gut in der Hand, wobei das gute Stück satte 175 Gramm auf die Waage bringt. Dieses verteilt sich auf allerdings gleichmäßig auf dem 5,5-Zoll-Handy, sodass das Handling wirklich zu loben ist. Dazu trägt wohl auch die sehr präzise Verarbeitung bei, denn laut ZUK wird bei der Fertigung des Z1 eine Nanofrästechnik genutzt, die das Ausarbeiten des Gehäuses auf eine Genauigkeit von 0,03 Millimetern ermöglicht. So ergibt sich ein insgesamt sehr gelungenes Äußeres, welches sich auch angesichts einer leicht geschwungenen Bauform brillieren kann. Die Optik an sich liegt selbstverständlich im Auge des Betrachters, im Großen und Ganzen darf die Mischung aus iPhone (Apple) und Galaxy (Samsung) jedoch als ansehnlich und gelungen bezeichnet werden. So mag die silberne Variante aufgrund einer Speziallegierung mit Schimmereffekt zwar etwas eleganter wirken, doch auch die weiße Ausführung kann zumindest im Neuzustand beeindrucken. Da die empfindliche Oberfläche allerdings auch recht anfällig für Schrammen und Verschmutzungen ist, lohnt sich bei dieser Ausführung der Griff zu einer Schutzhülle.

Bildschirm und Kamera

Ausgestattet mit einem 5,5 Zoll großen Bildschirm bietet das ZUK Z1 eine solide Grundlage für das Schauen von Videos und dem Lesen längerer Texte, denn die hohe Pixelrate von 1.920 x 1.080 Bildpunkten und der hohe Helligkeitswert verwandeln das IPS-Display in eine wirklich leserfreundliche Anzeige. Auch die Bedienung überzeugt, denn die sensitive Touchscreen-Oberfläche reagiert stets zügig auf die Eingaben des Nutzers, ist für die Benutzung mit einem Stylus ausgelegt und weist eine automatische Anpassung der Farbwärme auf, sodass je nach Umgebungslicht entweder kühlere oder wärmere Farben ausgestrahlt werden.

Die zweite optische Technikeinheit, die Kamera, kann wiederum nicht allzu überzeugen. Insgesamt macht zwar auch die, von Sony produzierte, Smartphone-Linse eine gute Figur, doch in der Abenddämmerung bringt das ZUK Z1 nur leicht verschwommene Bilder zustande. Immerhin fällt die Auflösung an sich mit 13 Megapixeln sehr scharf aus und für Selfie-Fans ist zudem ein 8 Megapixel starkes Kamerapendant auf der Vorderseite vorhanden.

Das Innenleben

Die internen technischen Hardwarekomponenten des ZUK Z1 können zwar nicht mit dem aktuellen Apple iPhone, dem Samsung Galaxy S6 oder dem Namensvetter aus dem Hause Sony (Z5) Schritt halten, befriedigen jedoch ohne Frage selbst die Bedürfnisse anspruchvollerer Handynutzer. So liefert der vierkernige Snapdragon Prozessor mit einer Taktfrequenz von 2,5 GHz in Verbindung mit dem 3 GB dicken Arbeitsspeicher einen mehr als flüssigen Handybetrieb. Sogar Spiele wie Asphalt 8 lassen sich mit dem ZUK Z1 ruckelfrei wiedergeben. Zum Speichern von Spielen und anderen Programmen stehen übrigens satte 64 GB zur Verfügung – auf einen Speicherkartenslot zwecks Gedächtnisstütze hat ZUK allerdings verzichtet. Zu loben ist das Modell noch für den Akku: Stolze 4.100 mAh fassen die Kraftzellen des Hightech-Handys! Dies ist gut doppelt so viel wie bei regulären Mittelklasse-Smartphones, sodass ein voller Akku für gut 12 Stunden im Onlinemodus reichen dürfte. Und: Per USB-C-Verbindung lässt sich das ZUK Z1 wesentlich schneller als mit dem klassischen USB-Verfahren aufladen!

Besonderheiten und Zusatzfunktionen

Das ZUK Z1 hat insgesamt drei wirklich bemerkenswerte Vorteile zu bieten. So kann dieses Modell zum Beispiel mit einem vollwertigen Fingerabdrucksensor dienen. Solche Hardware findet man derweil nur bei Modellen der Oberliga. Des Weiteren unterstützt das Smartphone den LTE-Netzmodus, was ein Surfen mit bis zu 150 MB/s durch das weltweite Internet ermöglicht! Zu guter Letzt hat ZUK seinem Jüngling noch Cyanogen 12.1 spendiert. Hierbei handelt es sich um eine spezifische Android-Plattform, die sich aufgrund der vielen Einstellungsmöglichkeiten vor allem unter Skeptikern des Google-Datensammel-Wahns einer großen Beliebtheit erfreut.

Fazit

Mit dem ZUK Z1 scheint sich ein wirklich interessantes und zudem überaus preisleistungsstarkes Smartphone zu der breiten Konkurrenz hinzuzugesellen. Insbesondere Verarbeitung, Display und Performance können überzeugen, und wer auf Individualität in puncto Betriebssystem setzt, ist mit diesem Modell wirklich gut beraten. Derweil kostet das Schmuckstück faire 320 Euro, ist bisweilen jedoch nur über Onlinehändler zu beziehen.

Eingestellt am: 16.11.2015

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