Smartwatches: Kleines Zubehör ganz groß

Seit gut einem Jahr scheint der Smartwatch-Trend auch bei der breiten Bevölkerung angekommen zu sein. Kein Wunder, denn die cleveren Uhren können zahlreiche Vorteile aufweisen, die den Alltag deutlich erleichtern oder ganz gezielte Hilfestellungen, wie etwa beim Sport, geben. Doch die Auswahl an Smartwatches fällt mittlerweile erstaunliche hoch aus, wodurch der letztendliche Kauf einer solchen nicht gerade einfacher wird. Eine der beliebtesten Smartwatches stellt etwa die Apple Watch dar. Für viele Interessenten ist die Luxus-Uhr jedoch schlichtweg zu teuer und nach ausführlichen Tests schafft es die Apple Watch auch nur ins Mittelfeld diverser Smartwatch-Bestenlisten. Doch es gibt auch einige interessante Alternativen! In den folgenden Zeilen etwa sind zwei aktuelle Smartwatches und deren verschiedenen Einsatzmöglichkeiten kurz vorgestellt.

Pebble Time

Ihren Ursprung fand die Smartwatch zwar nicht in den Technikerstätten von Pebble, doch mit der Pebble Watch lieferte das, über Crowdfunding finanzierte, Unternehmen die erste vollfunktionsfähige Smartwatch, die sich wirklich oft verkaufte und zudem keine technische Spielerei mehr darstellte, sondern einen wirklichen Nutzen mit sich brachte. Das aktuelle Modell, die Pebble Time setzt diesen Trend fort und kann sich über ihren Preis von der übrigen Masse durchaus abheben. Doch auch die technischen Eigenschaften sowie die Möglichkeiten der smarten Zeitansage überzeugen. So besteht das Display zwar nicht aus einem hochauflösenden Bildschirm, doch die 64 Farben umfassende E-Ink-Oberfläche sichert dem Besitzer ein sehr hohes Lesevergnügen und hat zudem den Vorteil, den Akku deutlich zu schonen, obwohl Uhrzeit und eventuelle Nachrichten nonstop eingeblendet bleiben. Die Anzeige verbraucht nämlich nur dann Strom, wenn die Struktur des Bildschirms verändert, also ein neues Bild angezeigt wird. So hält die Smartwatch mit einer einzigen Akkuladung gut eine Woche durch. Die Einsatzmöglichkeiten der Pebble Watch fallen zudem sehr unterschiedlich aus. Sie bietet zum Beispiel einen Pulssensor und erlaubt das Mitzählen der getätigten Schritte. Für die Auswertung der aufgenommenen Daten sorgt dann die hauseigene App, wobei sich auch weitere Handyprogramme unbekannter Quellen mit der Pebble Time nutzen lassen. Diese müssen zwar zunächst über ein Smartphone heruntergeladen und an die Uhr übertragen werden, doch diese Art Konvertierung erfolgt in nur wenigen Sekunden. Und die Auswahl an Apps ist mittlerweile auch sehr umfangreich, sodass sich angefangen von Instant-Messengern über Mini-Games bis hin zu Fitness-Trainern recht unterschiedliche Programme mit der Pebble Time nutzen lassen. Den letzten großen Vorteil offenbart die Uhr noch in Form ihrer Betriebssystemkompatibilität, denn sowohl mit Android- als auch iOS-Geräten ist die Pebble Time zu nutzen, wobei die Wahl des Handy-Systems auf die Benutzeroberfläche Timeline keinen Einfluss hat.

Samsung Galaxy Gear

Die zweite große Alternative zu der Apple Watch liefert – wie hätte es anders sein können – der Erzrivale Samsung. Die Südkoreaner haben mit ihrer Galaxy Gear nämlich eine ganz besondere Uhr auf die Beine gestellt: Dank des integrierten Sim-Karten-Steckplatzes darf die Uhr auch ohne Smartphone ticken – und dennoch für Ausflüge ins Internet sowie Telefonate genutzt werden! Eine Spezifikation, über die bisweilen lediglich die Samsung Gear verfügt. Auch im Vergleich mit der Pebble Time lassen sich etliche Unterschiede erkennen. Doch der Reihe nach: Der Größenvergleich mit der Pebble Time etwa offenbart bereits einen großen Unterschied, denn mit Ausmaßen von 36,8 x 56,6 x 11,1 Millimetern sitzt die Samsung-Variante deutlich prägnanter auf dem Handgelenk. Aber: Das Display der Samsung Galaxy Gear hat es in sich und übertrifft sogar das der Apple Watch! Satte 320 x 320 Pixel werden auf der 1,6 Zoll großen Touchscreenfläche angezeigt, welche somit eine animationsreiche Grundlage und anspruchsvolle Bedienungsoberfläche zugleich darstellt. Ebenfalls nützlich: Eine Kamera und ein Mirkofon sind auch an Bord, sodass sich Schnappschüsse und sogar Anrufe tätigen sowie Sprachbefehle per „S Voice“ erteilen lassen. Doch Vorsicht: Für die Einrichtung der Uhr wird ein aktuelles Samsung-Handy benötigt! Anschließend kann dieses auch zuhause bleiben, doch die Auswertung von Daten und Verortung mittels GPS-Signals funktioniert lediglich im gekoppelten Smartphone-Modus. Für die Samsung Galaxy Gear stehen derweil übrigens rund 50 Apps zur Verfügung, welche jedoch nicht im Play Store, sondern im offiziellen Samsung Store zu finden sind. Einen großen Pluspunkt verdient sich die Uhr zudem durch ihre Resistenz vor Staub und Wasser. Punktabzüge muss das Modell jedoch angesichts der Laufzeit hinnehmen: Im Alltag gehört die Smartwatch stets einmal am Tag an die Ladestation! Dennoch bleibt die Smartwatch von Samsung ein besonderes Exemplar, denn durch die Sim-Karten-Nutzung sind dem Nutzer schlichtweg zahlreiche Zusatzmöglichkeiten geboten, die angefangen vom Telefonieren übers Surfen bis hin zum E-Mail-Empfangen und -Versenden sehr unterschiedlich und ohne Frage nützlich ausfallen. Und: Mit dem passenden Handyvertrag ist die Uhr auch noch erstaunlich günstig zu haben, denn die Samsung Galaxy Gear wird nicht nur als Gratisbeigabe, sondern auch als eigenständiges Vertragsgerät von Mobilfunkanbietern vertrieben, sodass die clevere Zeitansage aus Samsunghausen auch mit einem separaten Vertrag genutzt werden darf. Welcher der diversen Verträge sich hierfür anbietet, und was es grundsätzlich an Formen von Handyverträgen zu genießen gibt, verrät unser Tarifvergleich.

Eingestellt am: 10.08.2015

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